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Illustration mit Fahrschulauto auf einer Strasse vor blau-gruenem Hintergrund

Führerscheinreform kompakt

Einordnung, Stimmen aus der Fahrpraxis und laufende Abstimmungen an einem Ort.

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Das ist geplant

Stand der offiziellen Zusammenfassung: 11.02.2026 (BMV).

Quelle: BMV: Reform des PKW-Führerscheins

Digitalisierung der Theorieausbildung

Weniger starre Präsenzvorgaben, mehr Online- und Hybridformate.

Geplant ist, digitale Lernformate in der theoretischen Ausbildung stärker zu verankern. Fahrschulen sollen Theorieinhalte flexibler vermitteln können, damit Unterrichtszeiten und Kapazitäten besser planbar werden.

Bürokratieabbau für Fahrschulen

Vereinfachungen bei Nachweisen, Unterrichtsorganisation und Dokumentation.

Das Ministerium will Verwaltungsaufwand reduzieren, damit Fahrschulen mehr Zeit für Ausbildung statt Formalkram haben. Dazu gehören vereinfachte Nachweisprozesse und klarere Vorgaben für organisatorische Pflichten.

Theorieprüfung Klasse B

Fragenkatalog reduzieren und Bewertung vereinfachen.

Vorgesehen ist eine Überarbeitung des Fragenkatalogs mit Fokus auf Relevanz für die Fahrpraxis. Die Bewertung soll nachvollziehbarer werden und weniger von auswendig gelernten Detailfragen abhängen.

Praxisausbildung und Sonderfahrten

Pflicht-Sonderfahrten reduzieren und Simulatoren stärker einbinden.

Geplant ist eine flexiblere Ausgestaltung der praktischen Ausbildung, bei der Simulatoren rechtlich besser berücksichtigt werden. Damit soll die Ausbildung effizienter werden, ohne sicherheitsrelevante Inhalte zu vernachlässigen.

Prüfungssystem

Praktische Prüfung in Teilen kürzer und effizienter gestalten.

Das Vorhaben sieht vor, einzelne Abläufe in der praktischen Prüfung zu verschlanken. Ziel ist ein zügigeres Verfahren bei gleichbleibender Aussagekraft für sichere Fahrkompetenz.

Mehr Transparenz für Verbraucher

Bessere Vergleichbarkeit von Fahrschulpreisen und Erfolgsquoten.

Fahrschülerinnen und Fahrschüler sollen Angebote leichter vergleichen können. Dafür sind transparentere Informationen zu Preisen und Ausbildungskennzahlen vorgesehen.

Reformen in Fahrlehrer- und Prüferausbildung

Mehr Kapazität und modernere Abläufe in den Berufsstrukturen.

Geplant sind Anpassungen in Aus- und Weiterbildungswegen der Berufsgruppen, um Engpässe abzubauen. Damit sollen mittelfristig mehr qualifizierte Ausbilder und Prüfer verfügbar sein.

Rechtlicher Prozess

Aktuell handelt es sich um Reformvorschläge, nicht um vollständig beschlossenes Recht.

Der Stand ist politisch und fachlich in Abstimmung mit Ländern und beteiligten Stellen. Bis zu einer finalen gesetzlichen Umsetzung können sich Inhalte in einzelnen Punkten noch ändern.

Das sagen andere Quellen

Tagesspiegel (12.02.2026): Fahrlehrer kritisieren Reform als Risiko für die Verkehrssicherheit

Fahrlehrer-Verbände sprechen von einem massiven Angriff auf die Verkehrssicherheit.

Der Beitrag berichtet über deutliche Kritik aus den Fahrlehrer-Verbänden an den Reformplänen. Besonders kritisch bewertet werden Laienausbildung sowie ein stärker digitalisiertes Theorie-Setting, weil dies aus Verbandssicht Qualitäts- und Sicherheitsrisiken erhöhen könnte.

Tagesspiegel, Wirtschaft, veröffentlicht am 12.02.2026.

Originalartikel

DIE ZEIT (12.02.2026): Fahrlehrerverbände stellen sich gegen die Reform

Fahrlehrer-Verbände stellen sich offen gegen das Reformvorhaben des Bundes.

DIE ZEIT greift die zentralen Einwände der Fahrlehrer-Verbände auf und stellt sie dem politischen Ziel einer günstigeren Ausbildung gegenüber. Im Kern geht es um den Konflikt zwischen Kostenentlastung und der Frage, ob Ausbildungsqualität und Verkehrssicherheit darunter leiden könnten.

DIE ZEIT, Politik Deutschland, veröffentlicht am 12.02.2026.

Originalartikel

Deutschlandfunk (12.02.2026): BVF weist Reformpläne zurück

Deutschlandfunk meldet die klare Zurückweisung der Reform durch die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.

Die Meldung fasst zusammen, dass die Bundesvereinigung die Reformpläne als problematisch bewertet und zurückweist. Im Vordergrund stehen Bedenken zu Ausbildungsstandard und Sicherheitsfolgen aus Sicht der Verbände.

Deutschlandfunk, Verkehrspolitik, Meldung vom 12.02.2026.

Originalartikel

CHIP/dpa (12.02.2026): Verkehrsexperten sehen Reformvorschläge kritisch

CHIP/dpa berichtet über Warnungen von Verkehrsexperten gegen Teile der Reform.

Der Artikel stellt die Pläne zur Kostensenkung dar und kontrastiert sie mit Kritik aus der Fachexpertise. Insbesondere bei Punkten wie elternnaher Ausbildung und digitaler Theorie werden Risiken für die Ausbildungsqualität betont.

CHIP (unter Berufung auf dpa), veröffentlicht am 12.02.2026.

Originalartikel

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